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Memoboard selber machen mit Magnetfarbe (Anleitung)

Das Grundprinzip eines Memoboards ist die Verwendung magnetischer Kraft, welche Magnete anzieht und somit für die Haftung von Notizzetteln sorgt. Die Oberfläche ist meistens gerade, sodass flache Magnete gut haften.

Du kannst entweder klassische rechteckige Memoboards herstellen oder die Tafeln in jeder beliebigen Form konstruieren. Hierbei sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt, da die magnetische Kraft der Magnetfarbe natürlich unabhängig der gemalten Form wirkt.

Magnetfarbe kann dabei überall zum Einsatz kommen, wo ein Memoboard vonnöten ist. Ob in der Küche, im Flur oder im Kinderzimmer zum Befestigen von Sternen. Natürlich auch im Badezimmer oder Schlafzimmer, wenn der eine oder andere dort ein Memoboard benötigt.

Für dein Memoboard kannst du Magnetfarbe selber machen oder fertig kaufen .

Einsatzmöglichkeiten von Magnetfarbe

Magnetfarbe ist eine wasserverdünnbare Farbe auf Basis von Acryl bzw. einer Kunststoffdispersion. Magnetfarbe kann jeder Oberfläche magnetische Eigenschaften verleihen. Fertig zu kaufende Magnetfarbe besitzt deswegen eine wohlproportionierte Menge an Eisenstaub.

Wir empfehlen die Magnetfarbe von Esocor

Schon kann an jeder beliebigen Stelle, an dem das Gemisch aufgetragen wurde, ein Magnet haften. Magnetfarbe überstreichen ist dabei ganz leicht. Dadurch, dass es sich um eine Grundierung handelt, kann jede beliebige Farbe oder Form als Deckanstrich dienen.

So können ganz leicht und innovativ Fotos, Notizen oder Skizzen an das selbst erstellte Memoboard angebracht werden, wo Klebeband oder Reißzwecken die Oberfläche der Wand ansonsten nur beschädigen würden.

Memoboard selber machen mit Magnetfarbe

Ein Memoboard ist besonders praktisch, wenn du wichtige Notizen oder auch Postkarten anheften möchtest. Du hast die Objekte stets im Blick und kannst neue Notizzettel schnell und unkompliziert anbringen.

In unserer Anleitung erfährst du, wie das Memoboard in wenigen Schritten herzustellen ist. Dabei geht es um die Herstellung mit Magnetfarbe. Alternativ stehen für die Konstruktion eines Memoboards auch Magnetfolie, magnetische Platten oder Tafelfolie zur Verfügung.

Wir empfehlen die Magnetfolie von Cuadros

Notwendige Werkzeuge

Für die Arbeit mit Magnetfarbe ist kein spezielles Werkzeug nötig. Aufgetragen werden kann sie mit einem Pinsel oder einer kleinen Rolle. Das kann eine Schaumstoffrolle oder kurzhaarige Lammfellrolle sein. Mit letzterer lassen sich besonders gleichmäßige Anstriche erreichen.

Malerband zum Abkleben von Flächen ist hilfreich, wenn bestimmte Formen oder nur bestimmte Flächen angestrichen werden sollen. Zusätzlich ist ebenso ein Zollstock zum Ausmessen des Dekors und einen Bleistift zum Vorzeichnen zu empfehlen. Das Werkzeug lässt sich nach dem Streichen mit Wasser und Seife gut auswaschen.

Hier eine Übersicht:

Maleranzug, zum Schutz gegen Farbspritzer
z.B. 3M Mehrweg-Schutzanzug 

Schutzfolie, zum Schutz der Möbel
z.B. 8x 4x5m Folie/Abdeckfolie 7mµ 

Malerband, zum Abkleben von Türen und Fenstern
z.B. tesa Malerband universal 

Zollstock und Wasserwaage, zum Ausmessen
z.B. Bosch Professional Wasserwaage 25 cm mit Magnet System 

Pinsel, für das Streichen von Ecken
z.B. MAVIRAX Malerpinsel Set 

Schaumstoffrolle oder Lammfellrolle, für große Flächen
z.B. Schaumstoff-Walze 

Bleistift, zum Vorzeichnen
z.B. Werkzeyt Zimmermannsbleistift-Set 

Wandfarbe, zum Überstreichen
z.B. Alpina Innenfarbe, universelle Wandfarbe, 10 Liter, weiß, matt 

Magnetfarbe Memoboard: Schritt-für-Schritt Anleitung

Ein Memoboard findet im Haushalt an vielen Stellen seinen Platz, wie beispielsweise in der Küche, über dem Schreibtisch oder im Hausflur. Für Kinder ist die Tafel ebenfalls geeignet, da sie mit Buchstabenmagneten erste Wörter schreiben können.

Selbst gebaut ist die Tafel besonders schön, da diese nach persönlichen Vorstellungen verziert werden kann. In unserer Schritt-für-Schritt Anleitung erfährst du, wie du das Memoboard in wenigen Schritten herstellen kannst.

Schritt 1: Untergrund vorbereiten

Zur Vorbereitung gehört nicht nur, die notwendigen Werkzeuge und Materialien parat zu haben. Wichtig ist ebenso, dass der Untergrund auf welchem du die Magnetfarbe anbringen möchtest frei von Schmutz und Fett ist. Abblätternde alte Farbe muss zuerst gründlich entfernt werden.

Unebenheiten können gegebenenfalls durch Abschleifen geglättet werden. Vor dem Auftragen muss die Magnetfarbe ebenso einmal kräftig umgerührt werden, damit sich die abgesetzten Eisenpartikel wieder in der gesamten Farbe verteilen.

Wir empfehlen das Schleifpapier von KWB

Schritt 2: Farbmenge ermitteln

Für 5 – 6 m² Fläche wird bei einem Anstrich eine Menge von ungefähr 1 Liter Magnetfarbe benötigt. Die Empfehlung für den Anstrich liegt bei mindestens drei bis sogar 5 Lagen je nach Untergrund. Das bedeutet, dass ein 1 Liter für circa 2 m² ausreicht.

Je nach Hersteller der Magnetfarbe kann es variieren, für welche Fläche eine Dose ausreicht. Je nach Größe der Fläche, die angestrichen werden soll, lässt sich die benötigte Menge aber wie du siehst einfach ausrechnen.

Schritt 3: Mit Magnetfarbe streichen

Wie bei Verwendung von Wandfarbe ist es wichtig, die Magnetfarbe gleichmäßig aufzutragen. Dabei sollte nicht zu viel Farbe auf dem Pinsel oder der Rolle sein, um Farbtropfenbildung zu vermeiden, die herunterlaufen. Tropft Farbe allerdings doch herunter, kann sie ganz einfach mit Wasser weggewischt werden.

Das sollte allerdings direkt passieren, damit die herunter getropfte Farbe nicht erst antrocknet. Für das Auftragen durch Sprühen oder Spritzen mittels Farbspritzsysteme eignet sich die Magnetfarbe nicht.

Wir empfehlen das Farbroller-Set von Hynec

Schritt 4: Schichten kontrollieren und überstreichen

Wenn du unsicher bist, wie viele Schichten Magnetfarbe aufgetragen werden sollen, kannst du das leicht testen. Die Magnete können zuerst mit einem Stück Karton getestet werden. Etwas mehr Haftkraft kann meist nicht schaden.

Haftet der Magnet nicht durch den Karton an der Memoboard, kann nach 4 Stunden Trocknungszeit eine weitere Schicht Farbe aufgetragen werden. Es empfiehlt sich also, die Dose mit der Magnetfarbe leerzumachen. Dabei wird die Anziehungskraft an der Wand erhöht und übriggebliebene Farbe vertrocknet nicht im Regal.

Lese dir vor dem Streichen die Herstellerangaben auf der Packung durch und halte dich an die entsprechenden Vorgaben und Empfehlungen, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Schritt 5: Magnetfarbe überstreichen (optional)

Frische Magnetfarbe hat durch die enthaltenen Eisenpartikel üblicherweise einen leicht grauen Farbton. Wenn dir dieser nicht zusagt, trage anschließend eine Wandfarbe in deinem Wunschton auf oder bringe eine Tapete an.

Die sollte allerdings glatt und möglichst dünn sein, um den magnetischen Effekt nicht zu sehr abzuschwächen. Möchtest du auf deinem Memoboard auch geschriebene Notizen hinterlassen, kannst du Magnetfarbe mit Tafelfarbe kombinieren.

Wir empfehlen die Tafelfarbe von Wanders

Dies ergibt eine tafelartige Oberfläche, welche für Kreide und Magnete geeignet ist. Dieser Schritt ist dabei allerdings nur optional und gilt ausschließlich der individuellen visuellen Optimierung des Memoboards.

Ja, grundsätzlich sind Magnetfarben ungefährlich beziehungsweise ungiftig. Wenn du in der Küche, im Wohnzimmer oder Kinderzimmer mit Magnetfarbe streichen möchtest, achte aber stets auf die Einhaltung der Kindersicherheit.

Die entsprechenden Hinweise und Siegel findest du immer auf dem Etikett der Farbdose und im technischen Datenblatt der Magnetfarbe. Viele schadstoffarme Produkte tragen den Blauen Engel, das Siegel des Umweltbundesamts.

Ausschließlich ungiftige und kindersichere Magnetfarbe ist an der Euronorm EN 71-3, der europäischen Norm für Spielzeugsicherheit, zu erkennen.

Magnetfarbe muss nicht immer entfernt werden. Du kannst sie auch überstreichen: je mehr Schichten du dabei aufträgst, desto stärker geht die magnetische Kraft des Memoboards verloren.

Welche Methoden es noch gibt, erfährst du in unserer Anleitung zu Magnetfarbe entfernen.

Es gibt verschiedene Faktoren, welche die magnetische Eigenschaft der Magnetfarbe beeinflussen können.

Hohe Temperaturen sorgen beispielsweise für einen leichten Verlust des Magnetismus, wohingegen Kälte diesen wieder zurückholt. Achte also besonders auf die Luftfeuchtigkeit und Temperatur im Raum, wo dein Memoboard hängt.

Starke externe Magnetfelder können ebenso dazu führen, dass die Magnetfarbe ihre magnetische Ausrichtung etwas mindert und dadurch leicht an Kraft verliert. Auch hier kann diese jedoch zurückgewonnen werden, indem man die störenden Magnetfelder wieder entfernt.